Tag 17 - Der Abschied vom Meer, die Hulk-Zirkelei und der Hof-Sheriff von Fino Mornasco
Aktualisiert: 14. Sept.
12.09.2026
Heute sagen wir unwiderruflich: Tschüss, Mittelmeer!
Aber wer braucht schon eine blitzblank geputzte Camping-Ausrüstung, wenn er Urlaubswehmut hat? Ganz nach dem Motto „Der Dreck schützt das Material!“ wurden Vorzelt und Motorrad-Garage vollkommen ungeputzt, aber mit Schwung, ins Auto geschmissen. Motorrad verladen, Klappe zu, Affe tot.

Bevor wir jedoch endgültig die Segel strichen, verlegten wir die Krisensitzung ins Campingplatz-Café. Dort wurde der Abschiedsschmerz fachgerecht mit einer ordentlichen Ladung Kohlenhydraten und Koffein ⁰bekämpft. Auf dem Schlachtfeld des Frühstückstischs fielen:
1 Croissant
1 Schinkenbrötchen
1 Schneckennudel
2 Cappuccini
2 Säfte
So gestärkt lässt sich jedes Abreisetrauma verkraften! Wir verweilten noch ein wenig im Café, um die Urlaubsbräune im Schatten zu genießen, ehe gegen 9:00 Uhr der Startschuss fiel.
Das Manöver: Hulk bricht aus
Nun folgte die erste Präzisionsaufgabe des Tages: Das millimetergenaue Rauszirkeln unseres grünen «Hulk» aus unserer Parzelle.

Nachdem das grüne Ungetüm unbeschadet auf die Piste gebracht wurde, steuerten wir direkt die Autobahn an. Rund 500 Kilometer lagen vor uns. Bei guter Musik und noch besseren Gesprächen verflogen die Kilometer so schnell, dass wir fast vergaßen, dass wir in einem Auto saßen und nicht flogen.


Das Drama an der Rezeption
Angekommen im beschaulichen Fino Mornasco wartete in der Foresteria La Torretta bereits die Tagesüberraschung auf uns. Der Rezeptionist (oder war er etwa der selbsternannte Schlossherr des Anwesens?) eröffnete uns mit stoischer Gelassenheit: Trotz schriftlicher Bestätigung passe unser Gespann keinesfalls komplett in den Hotelhof! Er habe schließlich nur einen Platz für uns reserviert und erwarte noch mysteriöse „weitere Gäste“.

Die Logik des Hauses: Hulk darf königlich im Hof thronen, der Mercedes muss draußen an der Straße schmoren.
Trotz unserer feurigsten Argumente und Engelsgeduld ließ sich der gute Mann auf keinerlei Kompromisse ein. Nun gut – wer nicht hören will, muss fühlen. Die digitale Feder ist bekanntlich mächtiger als das Schwert, und diese Sternereview schreibt sich ja quasi von selbst!
Versöhnung auf Italienisch
Nachdem wir unsere sieben Sachen aufs Zimmer geschleppt und die Autobahn-Müdigkeit unter der Dusche abgespült hatten, ging es frisch, fröhlich und mit leichtem Rachegelüst in den Ort.
Gleich beim nächsten Restaurant kehrten wir ein. Bei vorzüglichem Essen und dem einen oder anderen Glas Wein waren der sture Hof-Sheriff und die 500 Autobahnkilometer wie weggeblasen.
Fazit des Tages: Ein von Kilometern dominierter Tag ging zu Ende – aber gutes Essen heilt bekanntlich jeden Hotel-Frust!





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