top of page

Tag 14 - Von Hochleistungssport, Gewitterfronten & Feinschmecker-Improvisation im „Hulk“

apkolke
10. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Sept.

​09.09.2026

​Etappe: ca. 520 km | Regenpause: seit 2,5 Wochen beendet | Abendessen-Status: Hulk-Romantik

​

07:00 Uhr – Frühsport mit Anhänger und Zweirad

​Der Wecker meint es um 7 Uhr morgens extrem ernst mit uns. Nach einem schnellen Frühstück geht es direkt an die morgendliche Akrobatikübung: Motorrad in den Anhänger bugsieren, auf Millimeterabstand verrenken, verzurren und erleichterte Stoßseufzer ausstoßen. Pünktlich gegen 9 Uhr rollen wir vom Platz. Vor uns liegen entspannte 520 Kilometer gen Nord-Westen, um die Adria-Autobahn Richtung Nordwesten zu erobern.




​16:00 Uhr – Die Entdeckung von „La Torre Del Conero“

​Sieben Stunden verstreichen auf der Straße in absoluter Ekstase der Ereignislosigkeit. Straßenbelag, Tempomat, Landschaften. Gegen 16 Uhr biegen wir ca. 10 km südlich von Ancona ab. Das Ziel: La Torre Del Conero. Ein Campingplatz, der das Wort „versteckt“ sehr wörtlich nimmt. Die Anfahrt gleicht einer Slalom-Schnitzeljagd über winzige, verwinkelte Sträßchen.

​Gerade als wir die Hoffnung auf Zivilisation aufgeben und uns mental auf eine Nacht im Straßengraben einstellen wollen, öffnet sich das Tor zur Oase! Doch Entwarnung gibt es noch keine: Jetzt gilt es, das Gespann durch baumbegrenzte Mikropfade zu manövrieren.



Die Belohnung? Ein hervorragender, schattiger Stellplatz mit königlichem Freiraum für Auto und Motorrad.



​


18:00 Uhr – Strandbier und das große Himmelsdrama

​Nach der schweißtreibenden Aufbauphase – Anhänger perfekt ausrichten, Motorrad entladen, Vorzelt hinstellen und Stühle entfalten – folgt die verdiente Belohnung: Aufklärungsmarsch zum Strand! Ein eisgekühltes Bierchen und eine Cola später sitzen wir an der Küste und beobachten majestätisch, wie sich am Himmel eine düstere Bedrohung zusammenbraut.



​


„Der erste Regen seit zweieinhalb Wochen! Wir hatten ja glatt vergessen, dass Wasser auch von oben kommen kann.“


​Als die ersten Tropfen auf uns herabprasseln, trinken wir zügig aus und treten den Rückzug an. Um 18 Uhr meldet sich der Magen mit Nachdruck. Ein Blick auf die Restauranttür bringt die Ernüchterung: Öffnungszeit erst ab 19:30 Uhr. Was tun? Pizza holen oder warten? Da das Gewitter inzwischen mit voller Härte über uns hinwegfegt und es wie aus Eimern gießt, entscheiden wir uns für das Warten. Die Abkühlung tut nach all der Hitze fantastisch gut!

​


19:30 Uhr – Gourmet-Träume und die Realität im „Hulk“

​Punkt 19:30 Uhr tippeln wir freudestrahlend und tropfend ins Restaurant, besetzen den erstbesten freien Tisch und freuen uns auf den Abendschmaus. Die freundliche Bedienung lässt nicht lange auf sich warten – leider nur, um uns höflich mitzuteilen, dass sämtliche Tische reserviert sind. Na wunderbar! Also gibt es Plan B: Pizza zum Mitnehmen.



Klug wie wir sind, reservieren wir direkt für morgen Abend.

​Der Rückmarsch zu unserem treuen Gefährten – dem „Hulk“ – beginnt. Tisch drinnen aufgebaut, edel gedeckt, der gut gekühlte Rosato aus der Kühlbox entkorkt und die frische Abholpizza serviert. Der Kontrast zum edlen Vorabendessen könnte nicht gigantischer sein, aber hat es nicht eine ganz besondere Romantik, im gemütlich-trockenen „Hulk“ zu sitzen, den eisgekühlten Wein zu genießen und dem Prasseln des Sommergewitters zuzuschauen?



​Nach unserem improvisierten Luxusmahl tauschen wir im Kerzenschein noch ein paar wunderbare Reiseanekdoten aus – bis uns schließlich glücklich und erschöpft die Augen zufallen...

 
 
 

Kommentare


Indian - first american motorcycle brand, founded 1901

©2026 Anita & Pepe

bottom of page