
Tag 10: Kahnfahrt, Kanal‑Comedy & Kakao‑Craft‑Beer
- apkolke
- 22. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Der Tag beginnt mit einem Geräusch, das niemand hören will:
Der Wecker um 7 Uhr.
Er klingelt mit der Autorität eines Feldwebels, denn wir müssen um 10 Uhr am Lübbenauer Hafen sein.
Also: Aufstehen, Brötchen holen, Katzenwäsche, Frühstück – alles im Schnellmodus.
---
🚶♂️ Auf zum Hafen – Rentner voraus
Um 9:30 Uhr laufen wir los, um uns für die Kahnfahrt anzumelden.
Schon am Hafen wird klar:
Das Publikum entspricht exakt dem, was man bei Busreisen mit Vertrieb von elektrischen Wärmedecken findet.
Und wir?
Mitten drin.
Quasi undercover.
---
🛶 5,5 Stunden Kahnfahrt – Willkommen im Rentner‑Express

Die Fahrt dauert 5,5 Stunden – mit zwei Einkehrschwüngen, versteht sich.
Der Fährmann liefert eine Mischung aus:
- abgedroschenen Witzen
- noch abgedroscheneren Witzen
- und tatsächlich interessanten Infos
Zwischendurch schaukeln sich einige Gäste gegenseitig in ihrer Humor‑Euphorie hoch.
Wir halten tapfer durch.
---
🛶 Spreewald‑Faktensnacks – direkt vom Fährmann

- Der Spreewald hat über 300 Kilometer Kanäle – mehr als Venedig, nur mit weniger Gondeln und mehr Gurken.
- Einige Häuser sind nur per Kahn erreichbar – Post, Müll, Baumaterial, sogar Kühe werden per Boot transportiert.
- Früher gab es im Spreewald Kahn‑Schulbusse. Kinder wurden gestakt, nicht gefahren.
- Die Fährleute haben Oberarme wie Bodybuilder – logisch, wenn man täglich Rentner, Kühlschränke und Baumaterial durch die Gegend stakt.
- Die Kanäle heißen hier Fließe – und manche sind so schmal, dass man beim Vorbeifahren den Gartenzaun streicheln kann.

Baum vom Biber angeknabbert





Paket Ablage im Mini Häusschen

---
🗣️ DDR‑Nostalgie inklusive
In unserer Sitzreihe sitzt ein Pärchen, das in der DDR aufgewachsen ist.
Wir kommen ins Gespräch – und plötzlich sprudelt die Ost‑Nostalgie wie ein frisch geöffnetes Spreewald‑Gurkenfass.
Von „Früher war alles anders“ bis „Weißt du noch…?“ ist alles dabei.
---
🛍️ Zurück im Hafen – Shopping‑Modus aktiviert

Gegen 16 Uhr sind wir wieder zurück – eine Erfahrung reicher und ein paar Witze ärmer.
Wir bummeln noch durch den Hafen und – Überraschung – finden neue Klamotten.
Der Rucksack wird langsam zum Kleiderschrank.
---
🍽️ Frühes Abendessen – Gasthaus Mühle

Hungrig wie zwei Stak‑Fährmänner kehren wir im Gasthaus Mühle ein.
Lecker, gemütlich, perfekt nach 5,5 Stunden Rentner‑Regatta.
Und als Nachtisch...

---
🍺 Abend am Campingplatz – Craft Beer & Mückenkrieg
Zurück am Campingplatz machen wir es uns gemütlich.

Es gibt Craft Beer mit Kakao‑Geschmack – klingt verrückt, schmeckt aber erstaunlich gut.

Die Mücken allerdings…
Die Mücken sind so groß, dass sie vermutlich eine eigene Gewerkschaft haben.
Wir verteidigen uns mit:
- Mückenspray
- Glühspirale
- und der Hoffnung, dass sie lieber die Nachbarn mögen

Ein würdiger Abschluss für Tag 10.
---





Kommentare