
Tag 08: Aufbruch in den Spreewald (mit Hulk, Gurken & Regenflucht)
- apkolke
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Der Tag beginnt zu einer Uhrzeit, die offiziell als „unmenschlich“ eingestuft ist.
Selbst der Wecker hat sich geweigert mitzupiepen – vermutlich aus Solidarität.

Wir verlassen unser Resort, das uns in den letzten Tagen mit einer beeindruckenden Mischung aus bombastischer Optik und Personal im Energiesparmodus begeistert hat.
Ausnahme: der Barmixer – der einzige Mensch im Umkreis von 20 Kilometern, der offenbar Koffein im Blut hatte.
Hinter uns lassen wir außerdem:
das unbeheizte Kneipp‑Schwimmbecken, in dem selbst Pinguine gefroren hätten
die aufgewärmten Abendbuffets, die vermutlich schon am Vortag aufgewärmt wurden
und die Erkenntnis, dass „Wellness“ ein sehr dehnbarer Begriff ist
🏍️ Hulk satteln – weiter Richtung Süden
Wir packen unsere sieben Sachen, schnallen das Moped fest und machen Hulk reisefertig.

Hulk brummt zufrieden – vermutlich, weil er weiß, dass es heute in den Spreewald geht.
Rauf auf die Autobahn, Wind im Gesicht, Vorfreude im Herzen.

Und irgendwann: Ankunft in Lübbenau, noch vor dem offiziellen Check‑in.
🏕️ Campingplatz: Liebe auf den ersten Blick
Wir entkoppeln Hulk, stellen ihn mit Blick auf den Schlossweiher ab, entladen die Indian

und richten uns ein:
Vorzelt dran
Markise raus
Stühle raus
Füße hoch
Vor uns: Enten, die aussehen, als hätten sie den Platz reserviert.


Wir: angekommen.
Ein Stellplatz direkt am Wasser – schöner hätte es selbst Friedrich der Große nicht ausgesucht.

🍽️ Hunger! Ab nach Lübbenau Hafen
Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten (Heldentat!), laufen wir nach Lübbenau Hafen.


Dort finden wir einen gemütlichen Biergarten, der uns mit offenen Armen empfängt.
Auf dem Tisch landen:
Spreewald‑Gurken (Pflicht!)

Abendessen unter freiem Himmel
Berliner Weiße rot und grün – letztere natürlich Hulk‑grün

Wir stoßen an auf den ersten Abend im Spreewald – und auf die Tatsache, dass Berliner Weiße in Grün immer ein bisschen nach „Chemieunterricht“ aussieht.
🌧️ Abendstimmung – bis der Regen uns verjagt
Zurück am Hulk genießen wir den Abend, bis der nächste Regen beschließt, uns höflich aber bestimmt ins Vorzelt zu schicken.
Wir nehmen es sportlich. Hulk auch.
🥒 Witzige Spreewald‑Fakten, die du garantiert noch nicht kanntest
Die berühmten Spreewald‑Gurken wurden früher als „Vitaminbomben für Kahnfahrer“ bezeichnet – heute sind sie eher „Pflichtkauf für Touristen“.
Im Spreewald gibt es über 300 Kilometer Wasserwege – das ist mehr als Venedig, nur mit weniger Gondeln und mehr Mücken.
Die Kähne im Spreewald haben keinen Motor, weil es sonst zu laut wäre. Stattdessen staken die Fährleute – quasi die Gondoliere des Ostens, nur mit mehr Oberarmmuskeln.
Der Spreewald ist so flach, dass selbst die Enten keine Kondition brauchen.
In Lübbenau sagt man: „Wer keine Gurke isst, war nicht wirklich da.“ Wissenschaftlich nicht belegt, aber emotional korrekt.





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