Tag 03 - Warten auf die Fähre
- apkolke
- vor 4 Tagen
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Von Schlaflosigkeit, roter Leistung und gelber Rettungsweste
Die Nacht war ein Traum. Also theoretisch, denn praktisch war an Schlaf kaum zu denken. Die Luft im Anhänger stand so fest, dass man sie in Scheiben hätte schneiden können, und um 2 Uhr morgens meinten unsere Camping-Nachbarn, eine spontane Open-Air-Gala veranstalten zu müssen.
Das Rettungspaket folgte prompt beim Frühstück im Campingplatz-Restaurant: Ein klassisch-spärliches, aber lebensrettendes Ensemble aus Cappuccino, mit Creme gefüllten Croissants und O-Saft.

Ausreichend zuckerhaltig, um die Gehirnzellen wieder ans Netz zu schließen.
Direkt im Anschluss schwangen wir uns auf unsere kleine Italienerin – die Ducati Scrambler. Das Ziel: Bogliasco, ein malerisches Örtchen etwa 25 Kilometer östlich von Genua.

Bildhübsche, typisch ligurische Häuschen, ein Postkartenmotiv! Der Badestrand allerdings war so vollgestopft, dass man Handtuch an Handtuch lag wie Sardinen in der Dose.


Plötzlich wurde es spektakulär: Die Küstenwache rückte an. Drei Boote, ein Hubschrauber – volles Programm. Zwei Schwimmer wurden vermisst. Der Helikopter knatterte über den Köpfen, während wir das Drama mitverfolgten: Einer der Schwimmer konnte glücklicherweise lebend aus dem Wasser gefischt werden, der zweite blieb bis dato unauffindbar.


Wir verkrümelten uns schließlich in eine herrliche Strandbar direkt an der Küste und überbrückten die Wartezeit auf die Fähre mit Meerblick und eiskalten Getränken.


Gegen 14 Uhr traten wir den Rückweg an. Die Scrambler brüllte motiviert die steilen Serpentinen hoch zum Campingplatz – ein Traum von einem Motorrad!

Droben angekommen begann der sportliche Teil des Tages: Aufräumen, Packen, Duschen und das meisterhafte Ausparken unseres „grünen Hulks“ aus dem absurd engen Campingplatz-Areal. Ein Millimeterspiel, aber Hulk hat überlebt.
Am Fährhafen in Genua passte heute überraschenderweise alles.
Die Tickets kamen pünktlich per E-Mail, wir passierten brav gefühlte drei Check-in-Stationen und reihten uns schließlich am Terminal 5 ein.

Zuerst fast alleine, dann 1h später...

Da das Schiff noch auf sich warten ließ, gab es einen kurzen Beutezug durch den Supermarkt: Schinken, Käse, Trauben, Brot und Kaltgetränke. Ein gekühlter Rosewein aus unserem bordeigenen Fundus wanderte direkt mit in die Kabine.

Apropos Kabine: Himmel auf Erden! Sie hat eine funktionierende Klimaanlage, Betten, Dusche, WC und sogar ein Fenster mit direktem Meerblick. Doch bevor der mitgebrachte Gourmet-Snack vernichtet wird, stechen wir erst einmal zur Schiffs-Erkundung in See!





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