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Tag 02 - Erster Anlauf Genua

  • apkolke
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der zweite Tag unserer Reise begann nicht mit sanftem Vogelgezwitscher, sondern mit dem prasselnden Geräusch von Dauerregen auf dem Dach und einer Dusche, die eisern an der Abhärtung unserer Abwehrkräfte arbeitete – die Warmwasserversorgung hatte spontan ihren Dienst quittiert.



Der Campingplatzbetreiber machte dieses arktische Duscherlebnis jedoch mit seiner ausgesprochenen Freundlichkeit wieder wett. Kurzerhand wurde das Frühstück trocken und gemütlich in den Anhänger verlegt, frisch verfeinert mit köstlichen Brötchen und Croissants vom Campingplatz.


​Nachdem das Motorrad im strömenden Regen tropfnass im Anhänger verstaut war, steuerten wir das Gespann in den üblichen, gewohnt chaotischen Mailänder Verkehrsstress.


Da wir viel zu früh dran waren, um direkt durch nach Genua zu düsen, legten wir eine ausgiebige Raststätten-Pause ein, ehe wir schließlich überpünktlich im Hafen von Genua einrollten.


​Die Laune war bestens: Sämtliche Kontrolleure – von Polizei über Zoll bis hin zum Hafenpersonal – winkten uns Tiefenentspannt durch bis zur finalen Warteposition. Dort trat ein Hafenbediensteter an unser Fenster und verlangte die Tickets. Wir überreichten stolz den Papierausdruck vom Schalter mit dem Hinweis „Das reicht so!“. Der Bedienstete sah das anders und forderte nachdrücklich die echten Tickets.


Ein freundlicher Deutscher mit italienischen Wurzeln eilte als Dolmetscher herbei. Gemeinsam ging es zurück zum Schalter, wo das Rätsel schnell gelöst wurde: Das Buchungsdatum war falsch. Ein klassischer Eigennutzer-Fehler direkt aus der Abteilung „Das Problem sitzt zwischen den Ohren“.

​Die Hiobsbotschaft folgte sogleich: Heute geht keine Fähre mehr für uns. Immerhin klappte die Umbuchung auf Samstag – ein Tag Verzögerung, aber da mussten wir nun durch.

​Also schälten wir uns rückwärts wieder raus aus dem Hafengelände und stürzten uns mitten hinein in das wuselige Gewimmel von Genua, umgeben von drängelnden Autos und gefühlt einer Million wild gewordener Motorrollerfahrer. Ziel: Irgendein Campingplatz außerhalb der Stadt. Gott sei Dank wurden wir fündig. Der Stellplatz war zwar etwas eng, bot dafür aber eine phänomenale Aussicht und ein eigenes Restaurant direkt auf dem Gelände.

​Das Beste an der ganzen Geschichte?


Es war unser Hochzeitstag!


Ein hervorragendes Abendessen mit traumhafter Kulisse linderte die Enttäuschung im Nu. Getreu dem Motto „Das Beste draus machen“ schmiedeten wir bei einem Glas Wein die Pläne für den nächsten Tag. Den krönenden Abschluss bildete eine Live-Band im Restaurant, die fantastische Amy-Winehouse-Songs zum Besten gab – was Peter strahlen ließ wie einen Schneekönig vor allem beom Song "Valerie"


Unsere heutige Strecke


 
 
 

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