Tag 01 - Aufbruch
- apkolke
- vor 7 Tagen
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Der Wecker klingelte gar nicht erst – „stressfrei um 10 Uhr“ war die Devise. Doch bevor die Freiheit auf zwei Rädern lockte, galt es die wichtigste Mission des Tages zu meistern: Operation Katzen-Evakuierung.

Mit der Präzision eines Entschärfungskommandos wurde die Miez verpflegt und dreimal kontrolliert, ob sie sich nicht heimlich als blinder Passagier zwischen Werkzeugkasten und Motorradgarage geschlichen hatte. Katze draußen, Garage zu, Puls auf 60. Perfekt.
Start am Alb-Trauf

Die ersten 310 Kilometer verflogen wie im Flug. Erster Stopp: Lindau. Die Maschinen brauchten Kraftstoff, wir einen kurzen Dehn-Intervall, um die Knochen neu zu sortieren. Frisch betankt ging es weiter Richtung Schweiz.
Punkt 15:00 Uhr rollten wir auf dem Campingplatz in Splügen ein. Ein herzliches, sonniges „Grüetzi!“ verriet sofort: Wir sind angekommen. Nun folgte die Kür der Camping-Akrobatik. Das Motorrad musste aus dem Anhänger rückwärts herausmanövriert werden – ein hochkonzentrierter Tanz zwischen Schwerkraft und Muskelkraft, der glücklicherweise ohne Kollateralschäden endete.
Kabeltrommel ausgerollt, Strom angeschlossen, Kaffeemaschine an.

Der Höhepunkt des Nachmittags war die feierliche Jungfernfahrt unserer neuen Campingstühle. Das Urteil: Einwandfrei. Ein frischer Kaffee in der Hand, die Beine hochgelegt und den Blick auf die Schweizer Bergwelt gerichtet – die Entschleunigung hatte offiziell begonnen.

Zum krönenden Abschluss ging es abends in die lokale Brauerei.


Wer braucht schon ein klassisches Stück Torte, wenn es Nachtisch in flüssiger Form gibt? Ein Holzbrettchen mit fünf kleinen, feinen Biervariationen bildete das Dessert. Ein hochoffizielles Tasting, versteht sich – rein aus kulturellem Interesse.

Tag 1 ist im Kasten: Katze frei, Motorrad heil, Kaffee heiß und der Magen voll. So darf es weitergehen!






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